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Azubis finden in der Pflege: so gewinnst du Nachwuchs für die Pflegeausbildung

Aktualisiert am 28.09.2026 · 5 Minuten Lesezeit

In der Pflege bildest du nie allein aus: Deine Einrichtung, die Pflegeschule und weitere Einsatzorte arbeiten zusammen. Hier liest du, wie die generalistische Ausbildung aufgebaut ist, wen du ansprechen kannst und wie du Schüler ehrlich für den Beruf gewinnst.

So ist die Pflegeausbildung aufgebaut

Seit dem 1. Januar 2020 regelt das Pflegeberufegesetz (PflBG) die generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann. Sie bereitet auf die Pflege von Menschen aller Altersstufen vor, im Krankenhaus, im Pflegeheim und zu Hause. Die Rollen sind klar verteilt:

3 Jahre dauert die Ausbildung in Vollzeit, in Teilzeit höchstens 5 Jahre
mind. 2.100 Std. Unterricht an der Pflegeschule
mind. 2.500 Std. praktische Ausbildung, davon soll der überwiegende Teil beim Träger liegen
mind. 10 % der Praxiszeit jedes Einsatzes sind geplante Praxisanleitung

Quellen: §§ 6 und 7 Pflegeberufegesetz, § 1 Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung.

Wer die Ausbildung bezahlt

Die Kosten der Pflegeausbildung laufen über einen Ausgleichsfonds in deinem Bundesland. Daraus erhalten Träger und Pflegeschulen ein Ausbildungsbudget, mit dem unter anderem die Mehrkosten der Ausbildungsvergütung und die Praxisanleitung finanziert werden (§§ 26 bis 29 PflBG). Schulgeld zahlen die Azubis nicht, eine solche Vereinbarung wäre nichtig (§ 24 PflBG). Wie das Verfahren in deinem Land läuft, sagt dir die zuständige Stelle für den Ausgleichsfonds.

Neu ab 2027: Laut Bundesgesundheitsministerium startet am 1. Januar 2027 die bundesweit einheitliche Ausbildung in der Pflegefachassistenz. Sie dauert in Vollzeit in der Regel 18 Monate, ist vergütet und löst die bisherigen Helfer- und Assistenzausbildungen der Länder ab. Wer 2027 damit starten will, muss schon 2026 mit dem Finanzierungsverfahren beginnen.

Wen du ansprechen kannst

Für die Ausbildung zum Pflegefachmann brauchen Bewerber den mittleren Schulabschluss oder eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung. Mit Hauptschulabschluss geht es, wenn zusätzlich eine mindestens zweijährige Berufsausbildung oder eine mindestens einjährige Helfer- oder Assistenzausbildung in der Pflege abgeschlossen ist (§ 11 PflBG). Die Pflegefachassistenz steht laut Bundesregierung in der Regel mit Hauptschulabschluss offen, in Ausnahmefällen auch ohne, wenn die Pflegeschule gute Erfolgsaussichten sieht.

Gute Kandidaten findest du oft im eigenen Haus: Schüler im Praktikum, junge Leute im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst, Aushilfen und Pflegehelfer, die weiterkommen wollen. Sie kennen den Alltag und wissen, worauf sie sich einlassen.

Ehrlich werben: Sinn und Schichtdienst

Pflege ist ein Beruf mit Sinn, und das darfst du zeigen: Azubis begleiten Menschen in wichtigen Momenten, übernehmen Verantwortung und sehen, was ihre Arbeit bewirkt. Zeig auch, wohin es geht, etwa zur Praxisanleitung, in die Intensiv- oder Palliativpflege, in die Leitung oder ins Studium. Genauso offen solltest du über die harten Seiten reden: Früh-, Spät- und Wochenenddienste, körperliche Arbeit, schwere Momente mit Sterbenden und Angehörigen.

Für Azubis unter 18 sind Samstage und Sonntage in Krankenhäusern und Pflegeheimen erlaubt, mindestens zwei Sonntage im Monat müssen aber frei bleiben, und gearbeitet wird nur zwischen 6 und 20 Uhr (§§ 14, 16 und 17 Jugendarbeitsschutzgesetz).

So gewinnst du Pflege-Azubis

Wie du Azubis in den ersten Monaten gut begleitest, liest du im Ratgeber Ausbildungsabbruch vermeiden.

Wie Jimmy dir hilft

Bei Jimmy stellen sich Schüler ohne Anschreiben und Lebenslauf vor, im Chat-Interview und mit einer Talentanalyse. Du beschreibst, für welche Ausbildung du suchst, siehst passende Schüler aus deiner Region und fragst sie direkt an, oder sie fragen bei dir an. Ob jemand wirklich in die Pflege passt, zeigt am Ende der Schnupperdienst. Jimmy hilft dir, schneller mit passenden Leuten ins Gespräch zu kommen.

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Häufige Fragen

Wer schließt in der Pflege den Ausbildungsvertrag?

Der Träger der praktischen Ausbildung, also zum Beispiel das Krankenhaus, das Pflegeheim oder der ambulante Dienst (§ 16 Pflegeberufegesetz). Hat der Träger keine eigene Pflegeschule, muss die Pflegeschule, mit der er zusammenarbeitet, dem Vertrag zustimmen.

Kann auch ein ambulanter Pflegedienst ausbilden?

Ja. Träger der praktischen Ausbildung können Krankenhäuser sowie stationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen sein. Sie brauchen eine eigene Pflegeschule oder einen Vertrag mit mindestens einer Pflegeschule (§ 8 Pflegeberufegesetz). Einsätze, die du selbst nicht abdeckst, regelst du über Kooperationsverträge.

Müssen Azubis in der Pflege Schulgeld zahlen?

Nein. Eine Vereinbarung über Schulgeld wäre nichtig (§ 24 Pflegeberufegesetz). Die Kosten der Ausbildung werden über einen Ausgleichsfonds im jeweiligen Bundesland finanziert.

Müssen Pflege-Azubis Nachtdienste machen?

Ab der zweiten Hälfte der Ausbildung sind 80 bis 120 Stunden Nachtdienst vorgesehen, unter unmittelbarer Aufsicht einer Pflegefachkraft (§ 1 Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung). Für Azubis unter 18 gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz: Sie dürfen nur zwischen 6 und 20 Uhr arbeiten.

Wie hilft mir Jimmy bei der Suche?

Schüler stellen sich bei Jimmy mit einem Chat-Interview und einer Talentanalyse vor, ohne Anschreiben und Lebenslauf. Du beschreibst, für welche Ausbildung du suchst, siehst passende Schüler aus deiner Region und fragst sie direkt an. Umgekehrt können Schüler bei dir anfragen.

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