Jimmy Ausbildung Jetzt starten

Startseite› Ratgeber› Vorstellungsgespräch Ausbildung: Fragen und Tipps

Für Schüler · Ratgeber

Vorstellungsgespräch für die Ausbildung: typische Fragen und gute Vorbereitung

Aktualisiert am 28.09.2026 · 5 Minuten Lesezeit

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch heißt: Der Betrieb interessiert sich für dich. Jetzt geht es darum, dass ihr euch kennenlernt. Mit etwas Vorbereitung gehst du deutlich entspannter hinein.

So läuft ein Vorstellungsgespräch meistens ab

Die meisten Gespräche folgen einem ähnlichen Muster. Nach der Begrüßung stellt sich der Betrieb kurz vor, dann bist du dran. Es folgen Fragen zu dir, zum Beruf und zum Betrieb. Am Ende darfst du selbst fragen, und ihr sprecht über die nächsten Schritte.

Oft sitzen dir ein oder zwei Personen gegenüber, zum Beispiel die Chefin und der Ausbilder. In kleinen Betrieben ist das Gespräch meist locker, in großen Unternehmen gehören manchmal ein Test oder eine Gruppenaufgabe dazu. Ob ihr euch duzt oder siezt, gibt der Betrieb vor. Im Zweifel siezt du.

Typische Fragen und wie du antworten kannst

„Stell dich doch mal kurz vor.“

Hier ist kein Referat gefragt. Ein paar Sätze reichen: wer du bist, welche Schule du besuchst, was du gern machst und wie du auf den Beruf gekommen bist.

„Warum willst du diesen Beruf lernen?“

Das ist die wichtigste Frage. Nenn einen konkreten Grund, zum Beispiel ein Praktikum, ein Hobby oder etwas, das du schon selbst ausprobiert hast. „Ich schraube seit zwei Jahren an meinem Roller“ sagt mehr als „Ich arbeite gern mit Menschen“.

„Warum bei uns?“

Zeig, dass du dich informiert hast. Was stellt der Betrieb her, wer sind seine Kunden, was hat dich auf der Website angesprochen? Ein kurzer Arbeitsweg ist ein ehrlicher Grund, sollte aber nicht der einzige sein.

„Was sind deine Stärken und Schwächen?“

Nenn Stärken, die zum Beruf passen, und belege sie mit einem Beispiel. Bei Schwächen wählst du etwas Echtes, das dem Beruf nicht im Weg steht, und sagst, wie du daran arbeitest. Deine Ergebnisse aus der Talentanalyse bei Jimmy helfen dir, deine Stärken in Worte zu fassen.

„Was machst du in deiner Freizeit?“

Hier geht es um dich als Person. Verein, Ehrenamt, Nebenjob oder Aufgaben in der Familie zeigen, dass du Verantwortung übernehmen kannst.

„Wo siehst du dich in ein paar Jahren?“

Der Betrieb will wissen, ob du Pläne hast und ob du bleiben willst. Eine gute Antwort: die Ausbildung gut abschließen, im Beruf Erfahrung sammeln und dich später vielleicht weiterbilden. Einen fertigen Lebensplan erwartet niemand.

„Hast du dich noch woanders beworben?“

Du darfst ehrlich sein. Sag ruhig, dass du dich auch bei anderen Betrieben beworben hast, und erklär, warum dieser Betrieb für dich vorn liegt, wenn das stimmt.

„Warum ist deine Note in Mathe so?“

Bleib ehrlich und ruhig. Erklär kurz, woran es lag und was du tust, um besser zu werden. Ausreden wirken schlechter als ein offenes Wort.

Deine Fragen an den Betrieb

Am Ende kommt fast immer die Frage, ob du noch etwas wissen willst. Sag hier nicht einfach nein, denn mit eigenen Fragen zeigst du Interesse. Zum Beispiel:

Fragen nach Vergütung und Urlaub sind erlaubt, sollten aber nicht deine ersten sein. Beides steht später ohnehin in deinem Ausbildungsvertrag.

Checkliste für den Tag

Bei einem Gespräch per Video gilt das Gleiche. Teste Kamera und Ton vorher, such dir einen ruhigen Platz mit Licht von vorn und schau beim Sprechen in die Kamera, nicht auf dein eigenes Bild.

Probetag und Einstellungstest

Viele Betriebe, vor allem im Handwerk, laden dich nach dem Gespräch zum Probearbeiten ein, zum Beispiel als Tischler, Friseur oder Koch. Du schaust mit, hilfst bei einfachen Aufgaben und lernst das Team kennen. Sei pünktlich, frag nach und pack mit an.

Große Unternehmen setzen oft Einstellungstests ein, etwa mit Aufgaben zu Mathe, Deutsch, Logik und Allgemeinwissen. Übungsaufgaben findest du im Internet. Mindestens genauso wichtig: ausgeschlafen und rechtzeitig da sein.

Nach dem Gespräch

Bedank dich am Ende für das Gespräch und frag, wann du mit einer Antwort rechnen kannst. Hast du danach nichts gehört, darfst du freundlich nachfragen.

Eine Absage tut weh, gehört aber dazu. Frag nach, woran es gelegen hat, oft bekommst du nützliche Hinweise für das nächste Mal. Wie du ohne Anschreiben zu weiteren Gesprächen kommst, liest du im Ratgeber Bewerbung ohne Anschreiben.

Häufige Fragen

Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch an?

Orientier dich am Betrieb. In der Bank passen Hemd oder Bluse, in der Werkstatt reichen eine saubere Hose und ein ordentliches Oberteil. Wichtig ist, dass die Sachen sauber sind und du dich darin wohlfühlst.

Dürfen meine Eltern mitkommen?

Zum Gespräch gehst du normalerweise allein. Deine Eltern können dich hinbringen und draußen warten. Bist du noch nicht 18, sind sie beim Ausbildungsvertrag später ohnehin mit dabei.

Muss ich jede Frage beantworten?

Fragen nach einer Schwangerschaft oder nach deiner Religion haben im Vorstellungsgespräch in aller Regel nichts zu suchen, denn das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt vor Benachteiligung. Du kannst freundlich sagen, dass du dazu nichts sagen möchtest. Wenn dich etwas verunsichert, sprich mit der Berufsberatung oder deiner Kammer.

Wann darf ich nachfragen, wenn ich nichts höre?

Wenn dir der Betrieb einen Zeitraum genannt hat, warte diesen ab. Sonst kannst du nach etwa ein bis zwei Wochen freundlich anrufen oder eine kurze Nachricht schreiben.

Was ist ein Probetag?

Viele Betriebe, vor allem im Handwerk, laden dich zum Probearbeiten ein. Du schaust einen Tag lang mit und hilfst bei einfachen Aufgaben. So sehen beide Seiten, ob es passt.

Finde heraus, welcher Beruf zu dir passt

Jimmy stellt dir im Chat ein paar Fragen, mit der Talentanalyse findet Jimmy Berufe, die zu deinen Stärken passen. Danach siehst du freie Stellen dazu. Kostenlos, ohne Anschreiben.

Talentanalyse kostenlos starten

Erst mal schnell testen? Zum Schnell-Check in zwei Minuten

Weiterlesen

Bewerbung ohne Anschreiben: so bewirbst du dich für eine Ausbildung

Bewerben ohne Anschreiben: welche Wege es gibt, worauf Betriebe wirklich achten und wie du mit einem kurzen Chat-Interview bei Jimmy zur Ausbildung kommst.

Bewerbungsfristen für die Ausbildung 2027: wann du dich bewerben solltest

Ausbildung ab Sommer 2027: wann große Unternehmen, Handwerk und kleine Betriebe suchen, dein Zeitplan bis zum Start und was du tust, wenn es knapp wird.

Praktikum finden: Schülerpraktikum, Schnupperpraktikum und Ferienpraktikum

Praktikum finden als Schüler: welche Arten es gibt, wo du Betriebe findest, wie du richtig fragst, mit Vorlage, und welche Regeln für dich gelten.