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Für Schüler · Ratgeber
Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch für die Ausbildung an?
Aktualisiert am 14.10.2026 · 4 Minuten Lesezeit
Die gute Nachricht zuerst: Einen Anzug musst du dir für die Ausbildung fast nie kaufen. Die Faustregel lautet: eine Stufe ordentlicher als das, was die Leute im Betrieb im Alltag tragen. Sauber, bequem und so, dass du dich wohlfühlst.
Die Faustregel
Schau dir an, wie die Leute im Betrieb im Alltag aussehen, zum Beispiel auf der Website oder auf Instagram. Dann ziehst du dich eine Stufe ordentlicher an. Wichtiger als Marken oder teure Sachen sind drei Dinge:
- Sauber und ordentlich: keine Flecken, keine Löcher, nichts Zerknittertes.
- Passend: nicht zu eng, nicht zu weit, nicht zu kurz.
- Bequem: Wer sich in seinen Sachen wohlfühlt, wirkt entspannter.
Was in welcher Branche passt
Büro, Bank, Versicherung, Verwaltung
Hier ist es am förmlichsten. Hemd oder Bluse, dazu eine Stoffhose, ein Rock oder eine dunkle Jeans ohne Löcher. Ein Sakko oder Blazer ist ein Plus, aber kein Muss. Dazu geschlossene, saubere Schuhe. Passt zum Beispiel, wenn du Bankkaufmann oder Kaufmann für Büromanagement werden willst.
Handwerk, Technik, Industrie
Eine saubere, dunkle Jeans oder Stoffhose und ein Polo, Hemd oder schlichter Pulli. Schlichte, saubere Schuhe oder Sneaker. Ein Anzug wirkt hier eher fehl am Platz.
Handel und Verkauf
Orientier dich am Geschäft. In einem Modegeschäft darfst du etwas Stil zeigen, im Baumarkt reicht es ordentlich und schlicht. Gepflegt wirken ist hier besonders wichtig, denn du hast später Kundenkontakt.
Pflege, Gesundheit, Soziales
Ordentlich und praktisch: eine saubere Hose, ein schlichtes Oberteil, bequeme geschlossene Schuhe. Kurze, saubere Fingernägel kommen gut an, denn im Alltag sind sie Pflicht.
Gastronomie und Hotel
Im Hotel eher wie im Büro, in Restaurant oder Küche ordentlich und schlicht. Haare gepflegt, Hände sauber, wenig Schmuck.
IT und Medien
Oft lockerer: eine ordentliche Jeans, ein schlichtes Shirt oder Hemd und saubere Sneaker sind meist in Ordnung. Im Zweifel lieber etwas ordentlicher.
Was du lieber weglässt
- Jogginghose, Shorts oder Badelatschen
- Kleidung mit großen Aufdrucken oder Sprüchen
- Sehr viel Parfüm oder Deo
- Kappe oder Mütze im Gespräch
- Kopfhörer um den Hals
- Brandneue Schuhe, die du noch nie getragen hast
Tattoos und Piercings sind heute in vielen Betrieben kein Thema. Wenn du unsicher bist, schau, wie es im Betrieb aussieht, und entscheide dann selbst.
Probetag und Video-Gespräch
Zum Probetag gilt etwas anderes: Du sollst mit anpacken können. Frag vorher, ob du Arbeitskleidung oder Sicherheitsschuhe brauchst und ob der Betrieb sie stellt. Zieh nichts an, was dir zu schade für Schmutz ist.
Im Video-Gespräch ziehst du dich genauso an wie vor Ort, auch untenherum, falls du aufstehen musst. Einfarbige Oberteile wirken vor der Kamera ruhiger als feine Muster. Mehr Tipps stehen im Ratgeber Vorstellungsgespräch online.
Am Abend davor
- Outfit rausgelegt und einmal anprobiert
- Schuhe sauber
- Für Regen oder Kälte eine passende Jacke
- Haare gemacht oder ein Plan für morgen früh
- Einladung, Zeugnis und Stift in der Tasche
Und dann: Kleidung ist nur der erste Eindruck. Viel wichtiger ist, was du sagst. Bereite dich auf die 10 häufigsten Fragen vor und überleg dir eigene Fragen an den Betrieb. Den ganzen Ablauf erklärt der Ratgeber Vorstellungsgespräch Ausbildung.
Häufige Fragen
Muss ich zum Vorstellungsgespräch einen Anzug tragen?
Meist nicht. In Bank, Versicherung oder Kanzlei passen Hemd oder Bluse mit Stoffhose, ein Sakko ist ein Plus. In Handwerk, Handel oder Gastro reichen eine saubere, dunkle Hose und ein ordentliches Oberteil.
Darf ich Sneaker tragen?
Saubere, schlichte Sneaker gehen in vielen Betrieben, vor allem im Handwerk, im Handel und in der IT. In Bank, Versicherung oder Verwaltung sind geschlossene Lederschuhe die sichere Wahl.
Was ziehe ich zum Probetag an?
Frag den Betrieb vorher. Oft brauchst du Arbeitskleidung oder feste Schuhe, die der Betrieb manchmal stellt. Zieh dich so an, dass du mit anpacken kannst und dir nichts passiert, wenn etwas schmutzig wird.
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