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Für Schüler · Ratgeber

Eigene Fragen im Vorstellungsgespräch: 20 gute Fragen an den Ausbildungsbetrieb

Aktualisiert am 14.10.2026 · 5 Minuten Lesezeit

Am Ende fast jedes Vorstellungsgesprächs kommt die Frage: „Hast du noch Fragen an uns?“ Sag hier nicht einfach nein. Mit eigenen Fragen zeigst du Interesse, und du erfährst, ob der Betrieb wirklich zu dir passt.

Warum eigene Fragen so wichtig sind

Ein Vorstellungsgespräch ist keine Prüfung, sondern ein Kennenlernen von beiden Seiten. Der Betrieb will wissen, ob du passt, und du willst wissen, ob der Betrieb zu dir passt. Gute Fragen zeigen, dass du dich mit dem Beruf beschäftigt hast. Und die Antworten helfen dir, wenn du dich später zwischen zwei Zusagen entscheiden musst.

Die Beispiele stehen in der Sie-Form. Duzt ihr euch, passt du sie einfach an.

Fragen zur Ausbildung

  • Wie sieht ein normaler Tag für Azubis bei Ihnen aus?
  • Welche Aufgaben darf ich im ersten Jahr schon übernehmen?
  • Wer ist während der Ausbildung mein Ansprechpartner?
  • Wie ist die Ausbildung aufgebaut, durchlaufe ich verschiedene Abteilungen?
  • Wie bereiten Sie Azubis auf die Prüfungen vor?
  • Gibt es Lehrgänge oder Schulungen außerhalb des Betriebs?
  • Kann ich vor dem Start einen Probetag machen?

Fragen zum Team und zum Betrieb

  • Wie viele Azubis gibt es bei Ihnen, und kann ich mit einem von ihnen sprechen?
  • Mit wem arbeite ich im Alltag am meisten zusammen?
  • Was gefällt Ihnen selbst an der Arbeit hier?
  • Gibt es gemeinsame Aktionen für Azubis, etwa einen Ausflug oder ein Projekt?
  • Wie würden Sie die Stimmung im Team beschreiben?

Fragen zu Berufsschule und Alltag

  • Welche Berufsschule besuche ich, und ist der Unterricht an einzelnen Tagen oder in Blöcken?
  • Wann fängt ein Arbeitstag bei Ihnen an, und wie komme ich gut hin?
  • Wird Arbeitskleidung gestellt?
  • Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung im ersten Jahr?

Fragen zur Zukunft

  • Wie viele Azubis bleiben nach der Ausbildung im Betrieb?
  • Welche Weiterbildungen sind nach der Ausbildung möglich?
  • Wie haben sich frühere Azubis bei Ihnen entwickelt?
  • Wie geht es nach diesem Gespräch weiter, und bis wann höre ich von Ihnen?

Die letzte Frage solltest du immer stellen. Dann weißt du, wann du mit einer Antwort rechnen kannst und ab wann du freundlich nachfragen darfst.

Fragen, die du lieber lässt

  • Fragen, die schon beantwortet wurden. Das wirkt, als hättest du nicht zugehört.
  • Fragen, die auf der Website stehen, zum Beispiel was der Betrieb herstellt.
  • Als erste Frage nach Urlaub, Freizeit oder Geld. Erlaubt ist das, aber nicht als Einstieg.
  • „Muss ich dann auch …?“ Formulier lieber offen: „Wie läuft das bei Ihnen mit …?“

So stellst du deine Fragen

  1. Vorher fünf Fragen aufschreiben Aus jedem Bereich eine oder zwei. Nimm den Zettel ruhig mit.
  2. Im Gespräch abhaken Was schon beantwortet wurde, streichst du still.
  3. Zwei oder drei stellen Hör bei der Antwort zu und frag ruhig einmal nach.
  4. Mit dem Ablauf enden Frag, wie es weitergeht und bis wann du etwas hörst.

Was das Gehalt in deinem Beruf angeht, kannst du dich vorher im Gehaltsvergleich schlaumachen. Auf welche Fragen des Betriebs du dich einstellen solltest, steht im Ratgeber Die 10 häufigsten Fragen. Alles rund um Ablauf und Vorbereitung findest du unter Vorstellungsgespräch Ausbildung.

Häufige Fragen

Wie viele Fragen sollte ich im Vorstellungsgespräch stellen?

Zwei oder drei reichen. Schreib dir lieber fünf auf, denn manche werden im Gespräch schon beantwortet. Was schon besprochen wurde, lässt du weg.

Darf ich nach dem Gehalt fragen?

Ja, aber nicht als erste Frage. Die Vergütung steht später ohnehin im Ausbildungsvertrag. Frag zum Beispiel: „Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung bei Ihnen im ersten Jahr?“

Darf ich einen Zettel mit meinen Fragen mitnehmen?

Ja. Das zeigt, dass du dich vorbereitet hast. Hol ihn einfach heraus, wenn du nach deinen Fragen gefragt wirst.

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